stanser musiktage

| CONCIERTOS | FESTIVALES |

Stanser Musiktage (12–18 abril 2010)
Melissa Laveaux (Haití-Canadá)

MONTAG 12. April 20.00 Uhr
Stehplätze zu 28.–
Nummerierte Sitzpl. zu 33.– / 43.–,
Kollegium St. Fidelis
Melissa Laveaux stammt aus einer haitisch-kanadischen Familie und lebt in Frankreich. Die minimalistischen Arrangements bringen die Energie und die poetische Wirkung ihrer Texte erst richtig zur Geltung. Allein ihre Stimme entfaltet sich auf die unterschiedlichste Art und Weise: Mal majestätisch, mal zerbrechlich, tiefgründig und sinnlich. Laveaux‘s Musik erfasst einen ab dem ersten Akkord, ab der allerersten Note durch ihren ausgeprägten, heiseren, säuselnden Gesang und ihr folkiges, von Soul und Blues durchtränktes, erkussives Gitarrenspiel.
Mélissa Laveaux Gitarre, Gesang; MAno Kontrabass; Sebastien Lete Schlagzeug, Perkussion

Ver más (+ video) ...







| CONCIERTOS | FESTIVALES |

Stanser Musiktage (12–18 abril 2010)

Novalima (Perú)

DIENSTAG 13. April 20.00 Uhr
Stehplätze zu 33.–
Nummerierte Sitzpl. zu 38.– / 48.–,
Kollegium St. Fidelis

Rafael Morales Git Alfonso Montesinos Bass,
Ramón Perez Prieto Keyb Grimaldo del Solar Beats,
FX Milagros Guerrero Gesang Juan Medrano
Cotito Cajón, Gesang Constantino Alvarez Perk,
Gesang Marcos Mozquera Cajón, Congas

Die Gruppe wurde 2000 von vier Freunden aus Lima/Peru gegründet. Sie alle hatten eine Vorliebe sowohl für die traditionelle afro-peruanische Musik, als auch für den Sound der modernen DJ-Kultur. Inzwischen haben sie mit ihrem Brückenschlag zwischen Tradition und Innovation, Vergangenheit und Zukunft, das einheimische Musikschaffen ziemlich revolutioniert.

Die Wurzeln von Novalimas Musik gehen ins frühe 16. Jahrhundert zurück, als unter spanischer Herrschaft die ersten Sklaven aus Afrika nach Peru gebracht wurden. Der Sklavenhandel dauerte bis ins 19. Jahrhundert. In dieser langen Zeitperiode vermischten sich die afrikanischen Musiktraditionen mit europäischen und lokalen Einflüssen. So entstand eine musikalische Kultur, die neben der populären peruanischen Variante sehr lange ein Schattendasein fristete.

Eine erste grössere Beachtung fand das afro-peruanische Erbe 1995, als der US-Musiker David Byrne (Talking Heads) eine Compilation veröffentlichte. 2002 erschien das Debutalbum von Novalima, das gleich Platinstatus erreichte und fortan weitere afro-peruanische Musiker für Projekte motivierte. Auf dem aktuellen Album „Coba Coba“ erweitern Novalima denn afro-peruanischen Kern mit Reggae, Dub, Salsa, Son und Hip Hop. Live hat die Truppe mit ihrer Sängerin Milagros Guerrero eine starke Bühnenpräsenz. Gründe genug, in Stans die Hüften zu bewegen.

|| novalima || myspace || puntolatino-novalima || 




Aurelio Martínez (Honduras)

MITTWOCH 14. April 20.00 Uhr
Stehplätze zu 33.–
Nummerierte Sitzpl. zu 38.– / 48.–,
Kollegium St. Fidelis
Aurelio Martinez Gesang, Gitarre Onan Castillo
Fernandez Garifuna Schlagzeug Rolando
Sosa Martinez Garifuna Schlagzeug, Gesang
CarlosCastillo Solorzano Bass, Gesang
Ramon Eduardo Cedeño Gitarre, Gesang

„Garifuna Soul“ heisst das Debutalbum von Aurelio Martinez. „Garifuna“ ist der Name einer Volksgruppe, die vor allem in den Küstenregionen von Mittelamerika lebt. Martinez entstammt einer Garifuna-Familie in Honduras, die über eine lange musikalische Tradition verfügt. Schon als kleiner Junge spielte Martinez Gitarre und später Schlagzeug. Schnell verfügte er über ein grosses Repertoire an Songs, die er von seiner Grossmutter lernte.

Aufgrund eines Mentor-Projektes eines bekannten Uhrenherstellers reiste Aurelio Martinez nach Senegal, um dort mit dem bekannten Musiker Youssou N´Dour zusammen zu arbeiten. Er könne viel lernen von N´Dour´s Kompositionen und seinem Umgang mit den verschiedenen afrikanischen Perkussions-
Instrumenten, sagte Martinez in einem Interview. „Ich kann mir vorstellen, dass ich aus unserer Zusammenarbeit einen neuen Stil entwickeln kann.“

Martinez setzt sich nicht nur musikalisch für die Garifunas ein, er vertritt deren Interessen auch im Parlament von Honduras. Die Garifunas sind Nachfahren
von afrikanischen Sklaven, die vor mehreren hundert Jahren auf der karibischen Insel St. Vincent Schiffbruch erlitten und sich dann mit den einheimischen
Arawak-Indianern vermischten. Die „Parranda“-Musik der Garifuna, die Martinez in einer Mischung aus traditionellen und neuen Songs weiter trägt, hat sowohl
karibische Elemente wie auch eine enge Verwandtschaft zur Yoruba-Kultur in Westafrika.
Introduction: Kutti MC

|| aurelio martinez ||




Ultra High Flamenco (España)

DONNERSTAG 15. April 21.00 Uhr
Nummerierte Sitzplätze zu 43.–
Theater an der Mürg
José Quevedo «Bolita» Gitarre
Pablo Martín-Caminero Kontrabass
Alexis Lefevre Geige
Paquito González Perkussion

„Ultra High“ könnte für ihre Virtuosität stehen, „Flamenco“ bezeichnet die musikalische Tradition, mit der sie sich vorzugsweise auseinandersetzen: Doch das Quintett „Ultra High Flamenco“ (UHF) geht ein paar Schritte weiter, hin zur Flamenco-Jazz-Fusion. Kopf der Truppe ist Gitarrist Jose Quevedo „Bolita“, der viele Stücke geschrieben hat.

Die Band existiert erst ein paar Jahre und ist bereits an grossen Flamenco- Festivals aufgetreten. Gitarrist Bolita stammt aus Jerez, die Perkussionisten Cepillo und Paquito González kommen aus dem andalusischen Küstenstädtchen Sanlúcar de Barrameda, der Kontrabassist Pablo Martín-Caminero ist Baske und Geiger Alexis Lefevre ein gebürtiger Franzose.

Das geschmeidige Zusammenwirken der Instrumente, insbesondere von Gitarre und Violine, macht den besonderen Sound von UHF aus. Bolita spielt eine nuancenreiche Gitarre, technisch sauber und virtuos, aber nie exaltiert. Alexis Lefevre entlockt seiner Geige die richtige Süsse, um den erdigen Gout des Flamencos melodisch zu variieren.

Die Musiker haben eine breite Erfahrung in verschiedenen musikalischen Feldern. Entsprechend vielschichtig klingt ihre Fusion. Bolita begleitet oft die Sängerin Marina Heredia, Bassist Pablo Martín und Perkussionist Cepillo sind die Mitstreiter im Trio des Gitarristen Gerardo Núñez, und Violinist Lefevre ist gelegentlich mit dem Tänzer Javier Barón unterwegs.
Introduction: Kutti MC

Ultra High Flamenco und ihre Musik sind Thema in der Sendung Klangfenster auf Schweizer Radio DRS 2 am 7.4. um 19.45 Uhr.


|| ultrahighflamenco || myspace || 



Amparo Sánchez (España)

FREITAG 16. April 20.00 Uhr
Stehplätze zu 33.–
Nummerierte Sitzpl. zu 38.– /48.–,
Kollegium St. Fidelis
Amparo Sánchez Gitarre, Gesang Jorge Mestres
Bass Ignacio Arcarazo Gitarre Óscar Ferret
Piano Jose Alberto Varona Trompete Caridad
Rosa Varona Cello Carlos Falanga Schlagzeug

Texas und Kuba waren die beiden Stationen, von denen sich die spanische Musikerin Amparo Sánchez für ihr erstes Solo-Album inspirieren liess. Zuerst fuhr sie nach Texas, um mit Joey Burns und John Convertino von Calexico eine erste Serie von neuen Stücken aufzunehmen. Ein halbes Jahr später flog die Truppe nach Havanna in die legendären EGREM Studios (Buena Vista Social Club), um einige Songs kubanisch auszuweiten und das Werk zu vollenden.


Amparo Sánchez stand schon einmal in Stans auf der Bühne, damals mit ihrer energetischen Mestizo-Band Amparanoia. Jetzt kehrt sie mit sechs Musikern zurück, um ihr Soloalbum „Tucson-Habana“ vorzustellen. Auch wenn sie wiederum sechs Musiker begleiten, dürfte diesmal der Ton sanfter und die Stimmung persönlicher werden.

Schon als 16-jährige begann Amparo Sánchez Musik zu machen. Gefördert wurde ihre Karriere durch Manu Chao, den sie 1997 kennen lernte. Ein Jahr zuvor hatte sie Amparanoia gegründet. Nach über 1000 Konzerten und sieben CDs entschloss sie sich, auf die eigene Karte zu setzen. Auf den Geschmack kam sie im Sommer 2006, als sie in Montreal nur mit Bass und Schlagzeug auftrat, weil die restlichen Amparanoia-Mitglieder den Flug verpasst hatten. Das Publikum war begeistert und Ampara Sánchez bereit, ein neues musikalisches Leben zu beginnen.
Introduction: Kutti MC

|| a.sanchez || myspace || 


Edmar Castañeda (Colombia)

SAMSTAG 17. April 19.30 Uhr
Reihennummerierte Sitzpl. zu 33.–
Kapuzinerkirche

Edmar Castañeda Harfe

Ähnlich wie Vibraphon oder Panflöte hat auch die Harfe unter vielen Musikfreunden einen schwierigen Stand. Im Jazz kommt das Instrument praktisch nicht vor, es sei denn in eher experimentierfreudigen Zusammenhängen (Zeena Parkins) oder als singuläre Power-Frau-Demonstration (Deborah Hanson). Im Be Bop gab es Dorothy Ashby und im modalen Jazz machte Alice Coltrane die Harfe bekannt.

Eine neue Virtuosität auf der Harfe hat der junge Kolumbianer Edmar Castañeda (31) entwickelt, der in amerikanischen Jazzmagazinen schon Schlagzeilen macht. Castañeda schlägt harsche Akkorde, generiert komplexe Rhythmen, spielt groovende Basslinien und improvisiert dazu Melodien: Das notabene alles im Alleingang auf dem grossen Zupfinstrument.

Edmar Castañeda wuchs in Bogota auf. Als Kind besuchte er Folklore-Tanzkurse („joropo“), wo er erstmals eine Harfe sah. Er beschäftigte sich ausschliesslich mit traditioneller Volksmusik, bevor er 1994 nach New York kam und dort den Jazz entdeckte. Seitdem nennt er seine Musik „Pan Americana Jazz“, da sie von kubanischen, kolumbianischen und brasilianischen Einflüssen geprägt ist. Castañeda unterhält ein Trio mit einem Posaunisten und einem Schlagzeuger, bei dem auch schon John Scofield als Gast mitwirkte. In Stans wird er als Solist zu bestaunen sein

|| e.castañeda || myspace ||