| CINE | ECUADOR |


Césars Grill - Dario Aguirre (Ecuador, 2013)

— desde el 30.05.13., en D-CH —
— Kinostart: 30.05.13., D-CH —

Ecuador, Schweiz, Deutschland, 2013
Länge: 88 Min. | Version: VOd | Format: DCP, Farbe | Suisa Nr.: 1009.527


— Vorpremière ZURICH 30.05.13., 2x2 —> Verlosung
— Vorpremière BASILEA 29.05.13., 2x2 —> Verlosung

— Reguläre Veranstaltung 3x2 D-CH, —> Verlosung



Zwölf Jahre nachdem Dario als neunzehnjähriger nach Deutschland zog, erhält er unerwartet einen Anruf aus Ecuador. Sein Vater Cesar steckt in Schwierigkeiten. Das Familienrestaurant ist pleite, Cesar ist verschuldet und in der Ehe der Eltern kriselt es.

Kurzerhand reist Dario nach Ambato, um seiner Familie zur Hand zu gehen und die marode Imbissbude „Cesars Grill“ zu retten. Doch Darios mittlerweile westeuropäisch geprägte Lebenswelt prallt heftig mit den Vorstellungen seines Vaters zusammen. Dabei entlädt sich der Kultur- und Generationskonflikt anfänglich kaum, sondern das Vater-Sohn Verhältnis wird vor allem durch Kommunikationslosigkeit geprägt, bis sich die beiden zögerlich einander annähern.

Was als absurde Debatte über Öffnungszeiten, Pommes und Exceltabellen beginnt, formt sich bald zu einem menschlichen Familiendrama. Dabei fängt Dario Aguirre den Lokalkolorit und die skurrilen, lebensnahen Momente überzeugend ein und das Ziel der Rettung des Restaurants entwickelt sich zu einer persönlichen Suche nach den eigenen Wurzeln.

| xenixfilm





So fern, so nah

ALFRED SCHLIENGER
Filmkritik


Der Dokumentarfilm ‹Cesars Grill› entführt uns nach Ecuador.
Es muss wieder mal gesagt sein: Die meisten wichtigen Filme in Basel können wir nur sehen, weil es die Kultkinos gibt. Mit ihrer Breite und Tiefenschärfe, mit ihrer künstlerischen und kulturellen Vielfalt, mit gesellschaftlich Wichtigem, mit Schrägem und Schönem, mit Kleinem und Grossem.

Ein wunderbarer kleiner Film, den man hier sonst bestimmt nicht sehen könnte (auch wenn er nun an Festivals herumgereicht wird), ist die so berührende wie federleichte Dokumentation ‹Cesars Grill› von Dario Aguirre. Vor zwölf Jahren ist der Ecuadorianer nach Deutschland ausgewandert, um in Hamburg eine Filmausbildung zu absolvieren. Hier erreicht ihn aus der Heimat ein Notruf: Das Grill-Restaurant, das der Vater dort seit Jahren betreibt, steckt in existenziellen Schwierigkeiten. Der Sohn, in Deutschland zum Vegetarier geworden, reist mit der Kamera nach Ecuador, um zu schauen, wie man die Fleischbude wieder auf Vordermann bringen könnte.

Ungekünstelt kunstvoll. Was als Begegnung unterschiedlicher Kulturen beginnt, wird immer mehr zu einer bewegenden Vater-Sohn-Geschichte. Vorsichtig macht der Sohn verschiedene Vorschläge, wie der Betrieb vielleicht effizienter geführt werden könnte. Aber bald wird deutlich, dass Vater und Sohn nicht gewohnt sind, miteinander zu reden. Der Vater ist ein Schweiger, aber dennoch (oder deswegen) liegt ihm am täglichen Einkauf und Kontakt im bunten Strassenmarkt, statt wöchentlich im viel günstigeren Grossmarkt einzukaufen. Aguirre erzählt seine autobiografische Geschichte leichtfüssig, lakonisch und mit liebevollem Witz. Der Film ist dramaturgisch gut gebaut und glänzend geschnitten. Man kommt förmlich aus dem Schmunzeln nicht heraus. So rutscht das Geschehen auch nicht ins Sentimentale ab, als die Mutter an Krebs erkrankt und schliesslich stirbt, sondern gewinnt durch ihre lebensweisen Kommentare an Tiefe.

Ungekünstelt, aber kunstvoll, persönlich, aber nicht peinlich, authentisch, aber nie aufdringlich. Wie ein Brecht’scher Erzähler greift der Filmer zwischendurch zur Gitarre und besingt in einem Lied sein Befinden, ganz unprätentiös und in einer Art, die gleichzeitig Distanz und Nähe schafft. Wir erleben einen Alltag in Tausenden von Kilometern Entfernung, und wir sehen Menschen mit Problemen, die uns kein bisschen fremd sind. Man muss kein Fleischfan sein, um diesen Grill-Film zu lieben.




Synopsis - español

Mi papá, César, tuvo seguramente la esperanza que algún día me iba a hacer cargo de su restaurante en Ecuador, pero yo opté por el arte y me fui a Alemania. Diez años después, mi padre me llama por primera vez a Alemania desde Ecuador, me cuenta que «Los pinchos de César» está en banca rota. Entonces intuyo que salvar el restaurante puede convertirse en nuestro proyecto común. Cuando poco después mi madre se enferma de gravedad, salvar el restaurante se convierte en algo prioritario, porque es la única posibilidad para poder pagar el tratamiento. Un viaje desde Alemania a Ecuador que me lleva como adulto de vuelta a la casa de mis padres y en el que yo, como hijo vegetariano, intentamos solucionar los problemas financieros. Se desarrolla un absurdo debate sobre choclos, papas y márgenes de beneficios, en el que en seguida se pone de manifiesto que no se trata solo de problemas de un negocio familiar sino también de la confrontación con nosotros mismos, con expectativas y esperanzas, con convertirse en adulto, con la responsabilidad del uno por el otro y el valor de nuestra relación de padre e hijo.

Guión y Dirección Dario Aguirre cámara Santiago Oviedo 2. Dario Aguirre 3. Karsten Krause Edición Julia Drache Sonido Andrés Galarza, Felipe Alvarez Música Daniel Almada, Dario Aguirre Mezcla de sonido Guido Keller Productora ejecutiva Julia Cöllen Production manager Britta Strampe Productor Thomas Tielsch Co-productora Franziska Reck Producido por Filmtank GmbH (Hamburg) en co-producción con Reck Filmproduktion (Zürich), NDR/Arte, SRF, SRG SSR Financiado por Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, BKM, Kuratorium Junger Deutscher Film, Zürcher Filmstiftung, Schweizer Fernsehen.

FILMFESTIVALS
Max Ophüls Preis Saarbrücken (Alemania) Enero 2013 Premio "Mención de Honor del jurado" | Visions du Réel 2013 Nyon (Suiza) Abril 2013 |


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