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| CINE | COLOMBIA | 

La buena vida (Colombia 2014) Jens Schanze (Deutschland)

Kinostart: Deutschschweiz: 21. Januar 2016

Westschweiz: Hiver 2016

 

Für Deutschweiz 3x2 Verlosung → PuntoLatino

 

Vorpremieren:

• Zürich, Riffraff: am So, 17. Januar um 11h
• St. Gallen, Kinok: am So, 17. Januar um 17h30
• Luzern, Stattkino: am Mo, 18. Januar um 18h00
• Bern, Kino Rex: am Mo, 18. Januar um 20h30
• Basel, kultkino atelier: am Di, 19. Januar um 18h30

An den jeweiligen Vorpremieren nehmen der Regisseur des Films sowie Mitglieder der Gruppe «ask!» (Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien) teil.

 

«La buena vida» erzählt den Kampf der indigenen Wayúus um ihr Dorf 
Tamaquito, das in den Sog der Globalisierung gerät. Ihre im kolumbianischen Regenwald gelegenen Hütten werden vom grössten Kohlentagebau der Welt bedroht, hinter dem mächtige Rohstoffkonzerne wie Glencore, Anglo Amercian und BHP Billiton stehen. Das gewaltige Loch mit einer Fläche von 700 Quadratkilometern frisst sich immer näher an ihre Siedlung heran. Doch die Wayúus wollen sich nicht kampflos umsiedeln lassen und misstrauen den Versprechungen der Minenbetreiber auf ein «besseres» Leben in modernen Häusern mit Stromversorgung. Es beginnt ein Kampf David gegen Goliath...

 

Besetzung: Jairo Dionisio Fuentes Epiayu, Henrys Ureche Epiayu, Ingris Yohana Ureche Epiayu, Lenis Alfonso Ipuana
Produktion: Jens Schanze, Judith Malek-Mahdavi, Frank Matter
Drehbuch: Jens Schanze
Kamera: Börres Weiffenbach
Schnitt: Bernd Euscher
Musik: Victor Moser, Rainer Bartesch
Genre: Dokumentarfilm
Land: Schweiz, Deutschland 2015
Laufzeit: 97 Minuten
Verfügbare Formate: DCP
Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch

| cineworx | la buena vida |

 

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Vorgeschichte des Films (Jens Schanze)

Kolumbien war im Jahr 2011 erstmals Deutschlands grösster Steinkohlelieferant. Aus diesem Anlass besuchte eine aus Deutschen und Schweizern bestehende NGO-Gruppe, zu der auch ein Mitglied des deutschen Bundestages gehörte, mehrere Dörfer im Nordosten Kolumbiens. Man wollte herausfinden, unter welchen Umständen die Kohle in dem südamerikanischen Land abgebaut wurde, in dem die bewaffneten Konflikte zwischen Guerilla, kriminellen Banden und der kolumbianischen Armee immer wieder aufflackern. Ich schloss mich der Reisegruppe an, um Informationen über den Kohleabbau zu sammeln und mir ein eigenes Bild der Situation zu ma- chen.

Die mentale Verfassung der Menschen in den vom Kohlebergbau betroffenen Dörfern war er- schütternd; sie waren verzweifelt und gelähmt vom Gefühl der Ohnmacht aufgrund des in vielen Fällen rücksichtslosen Verhaltens der Bergbaukonzerne. Sie litten unter den Folgen des Kohl- eabbaus: Staub, Lärm, Wasserknappheit und den daraus resultierenden Ernteeinbussen sowie dem drohenden Verlust ihres Lebensraumes. Noch dazu war den Menschen überall das Zu- sammengehörigkeitsgefühl abhanden gekommen. Die Konzerne hatten die Dorfgemeinschaften erfolgreich geschwächt oder zerstört. Organisierter Widerstand war aus dieser Verfassung he- raus nicht möglich, jede Familie kämpfte angesichts der existenziellen Bedrohung um das eige- ne Überleben. Auf Unterstützung seitens staatlicher Institutionen konnten die Menschen nicht hoffen. Im Gegenteil: Der Präsident Kolumbiens, Juan Manuel Santos, bezeichnete die Bergbau- industrie als Lokomotive für die Entwicklung Kolumbiens. Sondereinheiten der kolumbianischen Armee wurden in den Abbaugebieten stationiert, um den reibungslosen Betrieb der Kohleminen zu gewährleisten.

Tamaquito befand sich in der gleichen Bedrohungslage wie die übrigen Dörfer. Hier war die Stimmung jedoch völlig anders. Es gab keine Anzeichen von Resignation. Die Gemeinschaft wirkte stark, selbstbewusst, und wurde von einem jungen Mann angeführt, der eine unaufdringli- che Autorität und Souveränität ausstrahlte. Wodurch gelang es den Menschen hier, die Integrität ihrer Gemeinschaft zu bewahren und mit den Vertretern des Bergbaukonzerns offenbar auf Au- genhöhe zu verhandeln? Ich hatte eine kleine Recherchekamera dabei, die ich in Tamaquito mit dem Bewusstsein einsetzte: Das ist der Ort, an dem der Film entstehen soll. Am Ende des nur etwa drei Stunden währenden Besuchs der Reisegruppe fragte ich Jairo Fuentes, den jungen Anführer, ob er sich vorstellen könnte, dass wir den Umsiedlungsprozess von Tamaquito filmisch begleiten. Das müsse die Vollversammlung der Gemeinschaft entscheiden, war seine Antwort. Er sagte auch: „Ich sehe aber kein Problem darin. Wir beide kämpfen den gleichen Kampf.“ Mit diesen Worten verabschiedeten wir uns im September 2011.

Die Vollversammlung von Tamaquito gab ihre Zustimmung. Es dauerte mehr als ein Jahr, bis der Film inhaltlich entwickelt und weitgehend finanziert war. Im Januar 2013 konnten die Dreharbei- ten in Tamaquito schliesslich beginnen. 

 

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