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14porras v360x539| TEATRO | COLOMBIA | SUIZA |

Omar Porras (Colombia):
Premio suizo de Teatro

— Berna 22.05.14. Fotos: © Adrian Moser —

 

La Oficina federal de la cultura ha decidido honrar a un artista cuya carrera a contribuído al prestigio del teatro suizo en el plano internacional.

Omar Porras (Colombia, 51 años), recibió el premio y la suma de CHF 100'000.-, el 22.05., en Winterthur, de manos del Ministro de Cultura, Alan Berset. Porras es director y escenógrafo y ha ofrecido varias piezas del acervo clásico del teatro, con su estilo propio.

Porras siguió cursos de danza moderna en Bogotá. En 1985 llegó a Francia y en 1990 creó el «Teatro Malandro» en Ginebra, compañía teatral suiza que hace giras por el mundo. En 1994 ganó el «Prix Romand du Spectacle» con «La Visita de la vieilla dama» de Friedrich Dürrenmat. Su última obra «La dame de la mer» de Henrik Ibsen a sido invitada al  primer «Rencontre du théâtre suisse 2014». Entre sus obras podemos citar también «Roméo et Juliette» de Shakespeare, «Noces de sang» de García Lorca (1997) et «El Don Juan» de Tirso de Molina. En Ginebra y en España, Colombia, Francia, México, y Japón presentó (2010-11) «Bolívar, fragments d'un rêve».


PuntoLatino desea poner de relieve las merecidas distinciones a dos artistas de Latinoamérica que sabido conquistar un sitial en el mundo del teatro suizo y europeo y que ahora se ven distinguidos por el «Theaterpreis» 2014: Omar Porras de Colombia y Cristina Castrillo de Argentina. ¡Felicitaciones por los merecidos premios Omar y Cristina!

 

En PuntoLatino:

Omar y sus cuatro amigos (2013) ...

Bolívar, fragmentos de un sueño (2010) ...

Bolívar, fragments d'un rêve (2010) ...

 

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Omar Porras con Beatriz Londoño Soto, Embajadora de Colombia en Suiza

 

 

Avant-propos au Programme

Isabelle Chassot, Directrice de l'Office fédéral de la culture

Rien de plus futile, de plus faux, de plus vain, rien de plus nécessaire que le théâtre. Louis Jouvet


Le théâtre est comme la vie, tout le monde y joue un rôle, parfois dramatique, parfois joyeux. Sur scène se reflètent les préoccupations de notre temps. Par sa diversité, le théâtre nous incite à réfléchir et à nous remettre en question, à rire et à rêver. Et dans ses salles, il réunit des personnes de tous les horizons.
Je suis très heureuse de participer à la première Rencontre du Théâtre Suisse. Et je le suis d'autant plus qu'elle s'ouvrira avec la première remise des Prix suisses de théâtre, récompensant des talents et des prestations hors du commun. Cette manifestation combine deux objectifs de portée nationale. Elle offre d'une part une plate-forme renforçant la reconnaissance de notre création théâtrale, en Suisse et à l'étranger, et elle jette d'autre part un pont entre les différentes régions linguistiques et culturelles qui font le théâtre suisse.

Après la littérature et la danse, primés avec la loi sur l'encouragement de la culture pour la première fois l'année passée, notre création théâtrale bénéficie en 2014 elle aussi d'une reconnaissance nationale. Parmi les distinctions proposées par le Jury fédéral du théâtre, le Grand Prix suisse de théâtre perpétue la tradition de l'Anneau Hans Reinhart.

J'aimerais remercier la Union des Théâtres Suisses, qui a pris l'initiative de la Rencontre du théâtre suisse, ainsi que le Theater Winterthur, qui a considérablement contribué à la réalisation de ce projet ambitieux. A vous, chères spectatrices et chers spectateurs de la première Rencontre du Théâtre Suisse, je souhaite des découvertes passionnantes et stimulantes, et à tous les acteurs – au sens large – de cette manifestation, je souhaite plein succès!

 

 

Isabelle Chassot, Direktorin Bundesamt für Kultur

Rien de plus futile, de plus faux, de plus vain, rien de plus nécessaire que le théâtre. Louis Jouvet

Im Theater ist es wie im Leben, in dem alle eine Rolle spielen: mal dramatisch-tragisch, mal fröhlich und glücklich. Auf seinen Bühnen widerspiegeln sich die gesellschaftlichen, politischen sowie kulturellen Themen und Fragen unserer Zeit. In seiner Vielseitigkeit regt uns das Theater zum Nachdenken und Hinterfragen an, ebenso wie zum Lachen und Träumen. So verbindet es in seinen Sälen unterschiedliche Menschen über alle Grenzen hinweg.


Die Premiere des Schweizer Theatertreffens mit zu erleben, geniesse ich sehr. Umso mehr freut mich, es mit der ersten Verleihung der Schweizer Theaterpreise zu eröffnen. Gewürdigt wird hier die Arbeit von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern sowie herausragende Leistungen in dieser Kunstsparte. Dieser Anlass verbindet zusammen mit der Werkschau des Schweizer Theaterschaffens zwei wichtige nationale Ziele: Zum einen wird eine nationale Bühne geboten, wodurch die Wahrnehmung des Schweizer Theaterschaffens im In- und Ausland verstärkt wird. Zum anderen schlägt es eine Brücke zwischen den Sprach- und Kulturregionen des Schweizer Theaters.


Literatur und Tanz wurden bereits in den beiden letzten Jahren auf nationaler Ebene gewürdigt, dies im Zuge des Kulturförderungsgesetzes. 2014 kommt das heimische Theaterschaffen in den Genuss von nationalen Auszeichnungen. Unter den von der Eidgenössischen Jury für Theater vorgeschlagenen Auszeichnungen wird mit dem Schweizer Grand Prix Theater die Tradition des Hans-Reinhart-Rings fortgeführt.


Danken möchte ich dem Schweizerischen Bühnenverband, der die Initiative zum Schweizer Theatertreffen ergriffen hat, ebenso dem Theater Winterthur, das wesentlich zur Realisierung dieses ambitionierten Projekts beiträgt und diese wertvolle Plattform bietet. Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher des ersten Schweizer Theatertreffens, wünsche ich spannende und inspirierende Schweizer Theater-Entdeckungen und den Schweizer Theaterschaffenden sowie allen Beteiligten gutes Gelingen und viel Erfolg!

 

 

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Schweizer Theaterpreise 2014

Rede von Bundesrat Alain Berset anlässlich der Verleihung der Schweizer Theaterpreise in Winterthur

22.05.2014 – (Es gilt das gesprochene Wort)

 

14berset alain2Le théâtre - le pays du vrai

Kulturpessimismus ist bekanntlich einfacher als Kulturoptimismus und entsprechend stärker verbreitet: Googelt man „Kulturoptimismus" erhält man 11'000 Resultate, bei „Kulturpessimismus" sind es über 100'000. Der Kulturpessimismus begegnet uns auf Schritt und Tritt und kündigt uns das Ende an: Das Ende des Buches, das Ende der Zeitungen oder das Ende der öffentlichen Debatten.

Fest steht: Wir googeln, wir twittern, wir streamen - unser Leben wird immer virtueller. Da fragt sich manch einer: Ist das auch das Ende des klassischen Mediums Theater? Das Ende einer Kunstform also, die in den Worten Ariane Mnouchkines höchst ambitiös ist: „Le théâtre a charge de représenter les mouvements de l'âme, de l'esprit, du monde, de l'histoire".

 

Ein Smiley fürs Theater?

Kann dieses Medium der Aufklärung, dieser Spiegel der Gesellschaft und unserer Befindlichkeit heute noch relevant sein? Kann das Theater uns noch produktiv irritieren, also jenseits der billigen Provokation? Kann das Theater noch unseren sozialen und politischen Horizont erweitern?

Oder, auf das digitale Zeitalter gemünzt: Kann es uns noch einen Smiley abnötigen? Oder falls es keine Komödie ist - was im deutschen Sprachraum ja vorkommen soll - das Gegenteil eines Smileys? Aber da sind wir schon beim Problem - aus kulturpessimistischer Sicht: Das Gefühlsspektrum der Facebook-Welt scheint etwas schmal. Es gibt nur Likes und keine Dislikes. Und was ist eigentlich das Gegenteil eines Smiley? Ein Cryly? Ein Sadly?

Die kulturpessimistische Sicht zur Lage des Theaters ist natürlich nicht neu. Schon 1927 erklärte Bertolt Brecht kategorisch: „Das Theater ist so tot, als es nur sein kann." Es gab und gibt auch die Denkschule, die fest ans Theater glaubt. So wie Oscar Wilde, der einst über eine Premiere schrieb: „Das Stück war ein grosser Erfolg. Nur das Publikum ist durchgefallen."

 

Theater ist authentisch und unmittelbar

Im Ernst: Im Theater steckt auch heute noch viel Zukunft. Trotz der Logik der Einschaltquote, die seit 20 Jahren auch das Kulturleben prägt. Trotz des Internets, das uns Zugang zum Weltwissen verschafft und also das Theater - oberflächlich gesehen - als antiquierte Lernanstalt erscheinen lässt. Trotz unserer potentiellen Bekanntschaft mit fünf Milliarden Mitmenschen im Internet, die den Gang zu einer Schaubühne scheinbar überflüssig macht.

Das Theater hat einen riesigen Vorteil: Es ist nicht virtuell. Es ist authentisch und unmittelbar - selbst wenn das Theater mit modernen Medien arbeitet, etwa dem Internet. Victor Hugo machte 1830 eine wichtige Unterscheidung. Er sagte: „Le théâtre n'est pas le pays du réel." Die Bäume sind aus Karton, die Diamanten sind aus Glas und die Sonne steigt aus dem Bühnenboden auf. Echt ist das Theater nicht, aber wahr: „C'est le pays du vrai: il y a des cœurs humains dans les coulisses, des cœurs humains dans la salle, des cœurs humains sur la scène."

Das Theater hat nicht weniger Zukunft als zu Zeiten Victor Hugos. Es wäre ja auch seltsam, wenn das Zweidimensionale das Dreidimensionale verdrängen würde. Im Kino hat 3-D ja gerade Hochkonjunktur. Die Sehnsucht nach umfassendem Eintauchen, nach Authentizität ist stark.

 

Theater ist eines der realistischsten Medien

Das Theater ist der Gegenentwurf zur virtuellen Kommunikationswelt. Der Theaterabend bleibt ein einmaliges, nicht wiederholbares Ereignis. So gesehen, ist das Theater heute eines der realistischsten Medien. Echte Menschen auf der Bühne, echte Menschen im Publikum und zwar als Kollektiv, als temporäre Gesellschaft, vielleicht sogar als temporäre Gemeinschaft.

Das Theater bringt uns zusammen - in einer Zeit der Atomisierung. Das Bedürfnis, zusammen etwas zu erleben, wird immer stark sein. Theaterfestivals sind denn auch heute häufig Publikumsrenner. Gerade, weil Theater der Kontrapunkt zur Kultur des Bildschirms ist, ist es heute aktuell.

Deshalb ist es ein guter Zeitpunkt, um erstmals die Schweizer Theaterpreise zu vergeben.

 

Omar Porras, lauréat 2014 du Grand Prix

Le théâtre a besoin de metteurs en scène engagés qui innovent. Omar Porras, le lauréat 2014 du Grand Prix, en est un parfait exemple, avec un théâtre coloré, à même de captiver et d'émouvoir. L'artiste puise dans le vif, laissant en coulisses les faux débats, comme celui entre la culture du divertissement et la culture savante.

Dans ses pièces, il combine avec brio tous ces éléments qui font le théâtre: la langue, la musique, la danse, mais aussi les masques et les marionnettes sans oublier de somptueux costumes. Ses œuvres montrent toute la richesse que permet l'art dramatique.

La victoire est à la hauteur du défi, Omar Porras est un digne lauréat du Grand Prix suisse de théâtre. Ce prix est attribué à une personnalité du théâtre helvétique. Il prend le relais de l'Anneau Reinhart qui, distinction théâtrale suprême de notre pays, a été décerné par la Société suisse du théâtre de 1957 à 2013.

 

Un véritable lieu de rendez-vous

Une rencontre nationale dédiée au théâtre est essentielle, parce que le théâtre l'est aussi et parce qu'il faut un lien de rencontre entre tous ceux qui aiment le théâtre.

C'est aussi un pont entre les régions linguistiques qui ont développé chacune leur propre culture théâtrale et qui accueilleront la manifestation à tour de rôle. Prix et Rencontre se combinent parfaitement, car ces événements ont tous deux des objectifs nationaux.

 

Un contributo alla Svizzera reale

La cerimonia di premiazione odierna e le giornate che seguiranno sono una grossa opportunità di scambio culturale, dialogo e incontro per il variegato mondo teatrale svizzero. Un grande grazie quindi a tutti quelli che l'hanno reso possibile, in particolare l'Unione dei teatri svizzeri e il teatro di Winterthur.

L'Incontro svizzero dei teatri è un contributo alla Svizzera reale. A una Svizzera in cui ci si conosce, in cui si parla con gli altri - non degli altri. Forse la realtà svizzera è meno spettacolare delle sue idealizzazioni - in compenso ha davvero a che vedere con noi.

 

 

 

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Omar Porras: Der Hexer der Bühne

Omar Porras, geboren 1963 in Bogotá, Kolumbien, besuchte 1983/84 dort eine moderne Tanzschule, bevor er 1985 nach Paris ging, an der Universität Theaterwissenschaften studierte und u.a. an Kursen an der Schule von Jacques Lecoq oder bei Ariane Mnouchkine teilnahm. In der Cartoucherie von Vincennes wirkte er in zwei Produktionen mit und spielte Strassentheater in Frankreich und der Schweiz. 1990 gründete er das Teatro Malandro in Genf – aus einer Notwendigkeit, wie er sagt.

Seit 25 Jahren wirkt er nun in Genf und sagt von sich: «Je suis suisse, très suisse». Gleichzeitig ist das Teatro Malandro eine derjenigen Schweizer Theatercompagnien, die weltweit am meisten tourt. Die erste Produktion «Ubu Roi» von Alfred Jarry wurde 1991 im Genfer Théâtre du Garage präsentiert. Das zweite Stück, «Der Besuch der alten Dame» von Friedrich Dürrenmatt, am gleichen Ort gezeigt, wurde zum Durchbruch seines Theaterstils und 1994 mit dem Prix romand du spectacle ausgezeichnet. 2007 war er ausserdem für den französischen Theaterpreis «Molière» in den Kategorien «Beste Aufführung» und «Beste Adaption» nominiert. In Kolumbien wurde er 2007 mit dem Ordre national du mérite (Nationalen Verdienstorden) und 2008 mit einer Médaille du mérite culturel (Medaille für kulturelle Verdienste) ausgezeichnet.

Der «Hexer der Bühne» übersetzt Klassiker in ein festliches, groteskes Gesamtkunstwerk, in dem Masken, Figuren, Bewegung, Musik und Spiel zusammen wirken. «Ich versuche eine universelle Sprache im Theater zu sprechen», beschreibt Porras seine Arbeit. Um an dieser Sprache zu feilen und sie in jedem Werk neu zu variieren, arbeitet er eng mit seinem Ensemble zusammen, darunter auch mit seinem Bruder Fredy Porras, der für die Szenographie verantwortlich ist. Improvisation bildet ein wichtiges Element in der Stückentwicklung, insbesondere auch, um das Spiel mit den Gesichtsmasken und die Rollenfindung darunter zu perfektionieren. Seit einigen Jahren inszeniert Omar Porras auch an renommierten grossen Häusern wie der Comédie Française und realisiert Opern wie beispielsweise 2007 «Die Zauberflöte» am Grand Théâtre Genève. Sein jüngstes Werk «La Dame de la mer» nach dem Schauspiel von Henrik Ibsen wurde zum 1. Schweizer Theatertreffen 2014 eingeladen.

«Omar Porras ist ein Reisender. Und wie alle Reisenden weiss er, dass Grenzen dazu da sind, sie zu überwinden. Aus Kolumbiens Armut ausgebrochen, hat Omar Porras die Institutionen des Theaters und der Kultur durchlaufen und wurde vom autodidaktischen Strassenkünstler zum gefragten Regisseur, um den sich die renommiertesten Theater und Festivals reissen. Trotzdem ist er sich und seiner Idee des Theaters als Gesamtkunstwerk und echte Volkskunst immer treu geblieben. Mit Gesten und schliesslich mit Worten hat er die Klassiker umgeschrieben und sie der akademischen Tradition weggenommen, um sie dem Schauspiel und dem Theaterhandwerk als barockes, opulentes Fest der Farben, Klänge und Kulturen zurückzugeben. Seit fast einem Vierteljahrhundert arbeitet Omar Porras in der Schweiz und erinnert uns beharrlich daran, dass Theater kein Luxus ist, sondern eine Notwendigkeit. Dafür sind wir ihm zutiefst dankbar.» (— Gianfranco Helling, Jurypräsident —)

 

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Omar Porras: Le magicien de la scène

Né en 1963 à Bogota en Colombie, Omar Porras suit les cours d'une école de danse moderne de 1983 à 1984, avant de partir en 1985 pour Paris où il étudie les sciences du théâtre et assiste aux cours de l'école de Jacques Lecoq et Ariane Mnouchkine. Il participe à deux productions données à la Cartoucherie de Vincennes et fait du théâtre de rue en France et en Suisse. Il 1990, il crée le Teatro Malandro à Genève, obéissant à une nécessité, dit-il. Il y a maintenant 25 ans qu'il travaille à Genève : « Je suis Suisse, très Suisse ». En même temps le Teatro Malandro est une des compagnies suisses de théâtre qui tourne le plus dans le monde. Sa première production « Ubu roi » d'Alfred Jarry, fut donnée en 1991 au Théâtre du garage à Genève. La deuxième, « La Visite de la vieille dame » de Dürrenmatt, présentée au même endroit, a imposé son style théâtral et lui a valu le Prix romand du spectacle en 1994.

Le « magicien de la scène » prend les classiques et en fait une œuvre d'art totale, festive et grotes-que, où interagissent masques, personnages, musiques et jeu. « Au théâtre, j'essaie de parler un lan-gage universel » dit Porras de son travail. S'il collabore étroitement avec sa troupe, notamment avec son frère Fredy Porras, le responsable de la scénographie, c'est aussi pour polir le langage et le varier en fonction de l'œuvre. L'improvisation est un élément important du développement de la pièce, qui permet de perfectionner le jeu des masques et l'appropriation des rôles. Depuis quelques années, Omar Porras travaille aussi dans des institutions renommées, comme la Comédie française et met en scène des opéras, « La Flûte enchantée » notamment en 2007 au Grand Théâtre de Genève. Sa der-nière œuvre, « La dame de la mer » d'après la pièce d'Ibsen, a été invitée à la première Rencontre du théâtre suisse 2014.

«Omar Porras est un voyageur. Et comme tous les voyageurs, il sait que les frontières sont faites pour être franchies. Quittant la pauvreté de sa Colombie natale, Omar Porras a traversé les institutions du théâtre et de la culture, passant de la condition d'artiste de rue à celle de créateur recherché que s'arrachent les festivals et les théâtres les plus prestigieux. Et cependant, il est constamment resté fidèle à lui-même et à son idée du théâtre vu comme un art total et authentiquement populaire. Il a réécrit les classiques, davantage avec le geste qu'avec la parole, les arrachant à la tradition académique pour les rendre aux comédiens et aux artisans du théâtre, dans une fête baroque et bariolée, riche de sons et riche de cultures. Résidant en Suisse depuis un quart de siècle, Omar Porras n'a cessé de nous rappeler que le théâtre est une nécessité, pas un luxe. Nous lui en sommes profondément reconnaissants.» (— Gianfranco Helling, Jurypräsident —).

 

 

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Cristina Castrillo: Un langage théâtral éthique

Née en 1951 à Córdoba, en Argentine, Cristina Castrillo a suivi en 1969/70 les cours de théâtre de la Haute école d'art de sa ville natale. Elle a ensuite fondé le «Libre Teatro Libre», l'une des troupes d'Amérique latine les plus connues à l'époque. En 1980, Cristina Castrillo quitte son pays en raison de la dictature militaire qui y règne et poursuit son travail à Lugano avec le «Teatro delle Radici». Aujourd'hui encore, cette compagnie occupe une place centrale dans le milieu théâtral tessinois. La Scuola Laboratorio Internazionale réunit quant à elle depuis 1990 des gens de théâtre d'origines linguistiques et culturelles diverses afin d'explorer des aspects du jeu théâtral tels que le travail de mémoire personnel, physique ou émotionnel; en effet, les comédiens, tels des 'radici', des 'racines', sont au cœur du travail de Cristina Castrillo.

Au cours de sa carrière longue de quarante ans, où elle a alterné les casquettes de comédienne, de pédagogue, d'auteur et de metteur en scène, Cristina Castrillo a créé plus de 30 pièces de théâtre, de «Tracciato a Matita» (1982) jusqu'à «Amori» (2013). Son solo «Sul cuore della terra», qu'elle a créé en 1988 et interprété dans de très nombreux festivals en Europe et en Amérique latine, a été adapté en 2001 par la télévision tessinoise. Les représentations de ses œuvres et ses ateliers l'ont conduite dans pas moins de 37 pays, en Europe, en Amérique du Sud, en Afrique et en Asie. Son travail comporte également des publications : «Attore-Autore», «I Sentieri dell'Acqua», «Trilogia dell'assenza» et enfin «Voci peregrine», qui réunit tous les textes joués par le Teatro delle Radici jusqu'en 2010.

«Le Grand Prix Suisse de théâtre 2014, doté de 30 000 francs, est décerné à Cristina Castrillo pour la ténacité de son travail de comédienne, de metteur en scène et d'enseignante. La femme de théâtre originaire d'Argentine a en effet durablement marqué le monde de la scène au Tessin avec sa compagnie luganaise Teatro delle Radici, fondée en 1980. Par ailleurs, ses pièces politiquement engagées lui valent une reconnaissance au niveau international. Enfin, avec son projet Scuola Laboratorio Internazionale et ses publications, Cristina Castrillo fournit une précieuse contribution au développement d'un langage théâtral éthique.» (— Mathias Balzer, membre du Jury —)

 

 

Cristina Castrillo: Ethisch orientierte Theatersprache

Cristina Castrillo, geboren 1951 in Córdoba, Argentinien, besuchte 1969/70 Theaterkurse an der dortigen Kunsthochschule. Sie gründete das «Libre Teatro Libre», damals eine der anerkanntesten lateinamerikanischen Truppen. 1980 setzte Castrillo mit dem Teatro delle Radici in Lugano ihre Arbeit fort, nachdem sie ihre Heimat aufgrund der Militärdiktatur verliess. Bis heute ist das Teatro delle Radici ein wichtiges Zentrum in der Tessiner Theaterszene. An der Scuola Laboratorio Internazionale treffen sich seit 1990 Theaterschaffende mit unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Hintergründen, um Aspekte des Schauspiels wie beispielsweise die persönliche, physische oder emotionale Erinnerungsarbeit zu erforschen; denn in Castrillos Theaterarbeit steht die Schauspielerin/der Schauspieler als ‚radici', als ‚Wurzel' im Zentrum.

In ihrer über 40jährigen Karriere als Schauspielerin, Pädagogin, Autorin und Regisseurin schuf Cristina Castrillo über 30 Theaterstücke, von «Tracciato a Matita» (1982) bis hin zu «Amori», (2013). Ihr Solo «Sul cuore della terra» von 1988, das sie an unzähligen Festivals in Europa und Lateinamerika zeigte, wurde 2001 vom Tessiner Fernsehen adaptiert. Aufführungen ihrer Werke und Workshops führten sie in 37 Länder in Europa, Südamerika, Afrika und Asien. Ein weiterer Teil ihrer Arbeit sind ihre Publikationen: «Attore-Autore», «I Sentieri dell' Acqua», «Trilogia dell'assenza» und zuletzt «Voci peregrine», welche die Texte und Aufführungen des Teatro delle Radici bis 2010 versammeln.

«Cristina Castrillo erhält den mit 30 000 Franken dotierten Schweizer Theaterpreis 2014 für ihre beharrliche Arbeit als Schauspielerin, Regisseurin und Dozentin. Die aus Argentinien stammende Theatermacherin hat mit dem 1980 gegründeten Teatro delle Radici in Lugano das Bühnenleben im Tessin nachhaltig geprägt. Mit ihren politisch engagierten Stücken behauptet sie weltweite Präsenz. Mit ihrem Projekt Scuola Laboratorio Internazionale und ihren Publikationen leistet Cristina Castrillo einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung einer ethisch orientierten Theatersprache.» (— Mathias Balzer, membre du Jury —)

 

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Junges Theater Basel - Yves Thuwis-De Leeuw 

Der belgische Choreograph Ives Thuwis wird zum dritten Mal eine Tanztheaterproduktion am jungen theater basel herausbringen. Gemeinsam mit sieben jungen Männern wird er sich den Fragen stellen: Wie wird ein Mann ein Mann? Und was ist das überhaupt ein Mann? Verschiedene genetische, kulturelle und sonstige Dispositionen erzeugen verschiedene Anforderungsprofile. Während man sich in Mitteleuropa weit von reglementierenden Bildern entfernt glaubt; ja manchen sogar ein leichtes Unbehagen, über zu viel Gestaltungsfreiheit beschleicht, ist in anderen Kulturen ganz klar, wie ein Mann zu sein hat. Dass das auch nicht unbedingt nur beglückend ist, steht ausser Frage. Aber woran halten oder soll alles im Fluss bleiben? Und wird Mann dann nicht irgendwann weggeschwemmt?

Seite hombres muy jóvenes danzan el tema «ser-hombre» (Mann-Sein), interpretando figuras, expresando sentimientos sobre la masculinidad. 

 

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Omar Porras y Luis Vélez-Serrano, coordinador de PuntoLatino

 

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La Embajadora Beatriz Londoño con Luis Vélez de PuntoLatino

 

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La Embajadora Beatriz Londoño con sus colaboradores y con gente de PuntoLatino


 

 

 

 

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